Ins Schneckenhäuschen zurück gezogen…

Viel zu lang ist er her, der letzte Eintrag.
Aber so ist das mit mir. Dann bin ich ’ne Weile untergetaucht. Nicht nur hier, sondern generell. Dann hören nur die Engsten etwas von mir.
Dann brauche ich die Zeit um meine Ruhe zu haben und mein engstes Leben wieder um zu sortieren, weil da etwas gewaltig schief geht, was mir nicht gut tut. Und so war es auch. Doch Gott sei Dank habe ich meinen Verlobten hinter mir stehen und seine Tante, die mir ganz doll hilft, Lösungen zu finden. Die mir auch aufzeigt, wann ich gerade scheisse mit mir umgehen lasse oder wann ich mal wieder zu viel Power verfeuere, die ich mir doch kostbar einteilen soll. Ich übe mich in meiner Achtsamkeit, aber ab und an ist es doch schön einen Erwachsenen mit einem großen Sack voller Lebenserfahrung an seiner Seite zu haben, der mich dann ab und an mal wach schüttelt.

Ein kleines Lebenszeichen von mir, vielleicht finde ich ja die Energie und Inspiration hier demnächst mal wieder etwas mehr aktiv zu werden. Worte sind nur irgendwie zur Zeit nicht meins. Ich schreibe etwas und fühle mich danach verunsichert.

Vielleicht ist gerade das ein Grund mehr.

Schmerz, mein Begleiter.

Es ist momentan sehr still um diesen Blog.
Das liegt unter anderem daran, dass ich zur Zeit einen Schmerzschub in sämtlichen Gelenken habe. Eine Art rheumatische Schmerzen.
Scheiße! Ich bin sehr absolut frustriert! Es tut einfach nur scheisse weh! Jede kleine Belastung tut weh. Länger als zwei Minuten das Telefon ans Ohr halten? Nix da. Regenschirm halten? Geht nicht. Und das Haus… es warten noch einige Wände darauf, fertig verputzt zu werden. Meine Arbeit kann ich die nächsten zwei Wochen vergessen. Ich hatte ja schon die ganze Zeit Schmerzen in den Handgelenken und Fingern beim Kinderwagen schieben. Aber jetzt geht gar nichts mehr! Sämtliche Gelenke am Körper schmerzen. Es brennt, es sticht, die Muskeln zittern und ich könnte einfach nur heulen.
Jedes Wort ist gerade schmerzhaft zu schreiben.
Eine Herausforderung, diese Grenze zu aktzeptieren. Ich kann nicht, wie ich will. Ich bin richtig gehandicapt. Und der Verdacht auf Rheuma besteht. Meine kleiner Finger sieht ganz anders Heute Abend soll ich zum Arzt. Ich hab richtig Schiss! Aber so richtig! Schiss, weil ich ahne, dass ich wieder ins MRT muss, schiss vor den Naaadeln! <— Spritzenphobie = Panikattacken = Ohoh …
Es bleibt mir nichts anderes übrig als diesen Ist-Zustand zu aktzeptieren. Das Beste draus zu machen. Und auf meine Grenzen zu achten.
Und das bedeutet, dass ich diesen Post jetzt beende, meine Hand fühlt sich ganz taub an…

Leben, warum lässt Du mich nicht zur Ruhe kommen?
Aber ich bin kein Opfer. Ich laufe jetzt zwar langsamer und eventuell auch einen anderen Weg, aber ich bewege mich. Und das zählt für mich.
Mein Therapeut sagt übrigens, dass Rheumatische Erkrankungen und Beschwerden ganz eng im Zusammenhang mit Traumata stehen.
Es kann also jeden treffen, egal ob jung oder alt.

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Krise, Chance, Leben

Auf Regen folgt in der Regel Sonnenschein

So den Morgen nach dem ultimativen Supergau gestern Abend, fühl ich mich als hätte mich ein Auto überrollt (okay, vielleicht doch nicht gaanz so schlimm).
Laufen tut weh, ich hab wohl sämtliche Prellungen. Meine Muskeln zittern bei Anspannung, so als hätte ich gestern ein fortgeschrittenen Hanteltraining durchgezogen. Aber immerhin konnte ich mir doch noch 5 Stunden Schlaf abholen. Meine Augen, insbesondere des Linke, sind angeschwollen und mein Kopf schmerzt wie damals, als ich mit dem Kopf zuerst auf den Boden gekracht bin, beim Sturz vom Pferd.

Aber in jeder Krise steckt ja schließlich auch eine Chance und ich will den Tiefpunkt nutzen, um mal wieder klar Schiff in meinem Leben zu machen. Wenigstens ein wenig. 😉 Heute fühle ich mich zumindest ein wenig befreiter.

Kathis Top 5 in Sachen „Tu ‚was!“:

♡ Der Frühling steht vor der Tür! Weg mit depressiven Farben und Bildern! Sowohl in der Wohnung, als auch hier. Ein neues, frisches Design muss her! Werd ich in Angriff nehmen.

♡ Therapie: Da ich keine vollstationäre Traumatherapie machen möchte (Ich bin ein absoluter Zuhause-Schläfer, die 3 Monate damals haben mir gereicht) muss ich mich nach ambulanten Alternativen umschauen. Die derzeitige Therapie reicht nicht aus, um meine Achtsamkeit zu verstärken und Eskalationen zu vermeiden. Eine Skillsgruppe wäre sinnvoll!

♡ Soviel Chaos, wie in meinem Kopf herrscht, soviel Chaos herrscht auch im Nest.
Ich dreh den Spieß um und schaffe mehr innere Struktur durch Beseitigung der Chaos-Hölle meines Schlafzimmers. Los! Aufräumen. Husch husch!

♡ Feng Shui für Hobbits: ich schlaf nicht mehr gut in meinem Bett, was unter anderem daran liegt, dass ich zwischen meinem Freund und meiner Wand schlafe. Platzangst! Also-Bett umstellen!

♡ Der Sucht die Stirn bieten! Ja wer hat mich denn da wieder in der Hand? Na klar, mein kleiner grüner Naturgeist, der mir ja eigentlich nur meinen angespannten Alltag versüßen will. Nett gemeint, aber ich will dass du mich wieder seltener besuchst, schließlich muss ich auch mal alleine mit der Scheiße klar kommen! Ohne samtig grünen Nebel, der mich umhüllt. Auch wenn’s halt echt schön ist. Aber genau da liegt ja das Problem. 😉

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                                                     Foto: Lea Lichtherz  –  facebook.com/lea.lichtherz

Schreibhemmung-Zeighemmung

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Krisen und Nervenzusammenbrüche Blockaden lösen und Energien freisetzen. Je mehr Leser ich bekam, desto gehemmter wurde ich Persönliches über mich und meine Gefühle nieder zu schreiben. Deswegen bin ich froh, dass ich mich gerade darauf zurück besinnen kann, wofür dieser Blog ursprünglich entstanden ist und dass ich gerade dagegen angehen möchte, sich und seine (negativen) Gefühle, sowie alles, was Gesellschaftlich als „nicht normal“ angesehen wird, verstecken zu müssen.
Schließlich mache ich das hier in erster Linie für mich. Aber das wird wohl der Harken sein *Augenroll*.

Merke: An „Scheiß-egal-Einstellung“ arbeiten.

Und nun witme ich mich mal dem Samstag, bevor sich meine gerade gewonnene Motivation wieder in Luft auflöst 🙂

Die Feindin in mir…

Ich kann nicht schlafen. Es ist alles noch so unwirklich. Ich komme nicht zur Ruhe und ich glaube, ich habe Angst.

Heute ist sie mir wieder gegenüber getreten. Doch diesmal meinte sie es ernst. Sie zückte das Messer, doch ich konnte sie mit viel Mühe und Kraft davon abzuhalten, sehr tief in das Fleisch zu schneiden. Meine Beine sackten immer wieder unter mir zusammen, zwischenzeitlich fühlte ich sie nicht mehr, so als wären es nicht meine Gliedmaßen, die da an meinem Unterleib schleifen. Ich spürte den gewaltigen Hass und diesen unersättlichen Groll, den sie mir entgegen brachte. Ich spürte an ihrer Kälte, dass sie fast dazu bereit war, uns beide aus dem Fenster oder vor einen Bus zu stürzen. Und irgendwann wurde alles um mich herum schwarz und ich sah nichts mehr, spürte aber diese Gewaltige Wucht an Energie, die mich erzittern liess. Danach nichts mehr…

Irgendwann kam ich dann wieder zu mir, allerdings müssen es Stunden sein, die mir fehlen…

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Foto: Lea Lichtherz www.facebook.com/lea.lichtherz

To study:

》Mein Therapeut nennt dieses Phänomen Dissoziation bzw. Einen dissoziativen Zustand„.

》Fachärzte würden sagen, es ist ein Merkmal und Symptom einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer Emotional instabilen (Borderline-)       Persönlichkeitstörung.

》Und einige Psychologen behaupten sogar, dass es Vorstufen einer Dissoziativen Identitätsstörung (DIS), vielen auch als „multible Persönlichkeitsstörung“ (was man heute nicht mehr sagt) bekannt, sein könnten.

Fertig ich bin. Sniief.

Tja. Nun lieg ich hier. Meine Augen angeschwollen, mein Bein grün und blau und meine Muskeln so zittrig, als hätte ich 6 ha Pferdekoppel abgeäppelt.

Vielleicht ist da draußen ja jemand, der diesen Zustand von sich kennt. Ich fühle mich so allein. Vielleicht ein wenig ironisch, nicht wahr?

Was soll’s! Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen! 💪😙💝

Gute Nacht Welt! ♡

Ich und ich

Wieder sitze ich in diesem Strudel der Wut und Hilflosigkeit fest. Wie ein dunkler Schleier, der sich in regelmäßigen Abständen um mich hüllt, wenn mal wieder ein Sturm der vielen Herausforderungen und Grenzüberschreitungen aufzieht.

Ich merke, wie ich mich innerlich zurück ziehe, an einen Ort, an dem mich niemand erreichen kann.
Nicht einmal die mir Vertrautesten.                                

An diesem Ort sitze ich dann in einer Ecke und werfe einen Blick durch ein glasig-milchiges Fenster um verzweifelt fest zu stellen, dass ich dort nichts sehe, ausser mich selbst. Meinen Körper gelenkt durch den anderen Teil in mir, der alles dafür tut, zu überleben und zu kämpfen. Auch wenn er es ironischer Weise auf eine durchaus destruktive Art und Weise zu versuchen vermag. Und ich kann nichts tun. Denn seine oder ihre oder meine Gefühlswucht ist so mächtig, dass ich nicht an mich heran komme und zu sehen muss, wie ich mich selberzerstörerisch all meinen Instinkten und Emotionen hingebe.

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„SIEH‘ MICH AN!“
Der andere Teil schafft es nicht. Oder schaffe ich es nicht, den anderen Teil in mir an zusehen?
Doch beruht seine Wut nicht darauf, nicht gesehen zu werden? Würde dieser Teil nicht seinen Frieden finden, wenn ich ihn ansehe und zu ihm sage: „Ich sehe Dich. Und ich sehe deinen Schmerz. Und es ist okay. Du bist trotzdem ein Teil von mir.“

Ich sehe diesen Teil an, wie ich angesehen wurde. Ich vermittle ihm den selben Schmerz, wie es andere getan haben. Vielleicht aus der Wut heraus, dass er mir immer wieder mein negatives Selbstbild und die Schatten dieser Welt vor die Nase hält und sagt: „in deinem Häuschen ist es sicherer.“ 

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)

Es ist ein anstrengendes Zusammenleben meines Ichs. Aber ich weiß, dass ich auf dem Weg bin zu mehr Harmonie und Frieden ♡

Vom Leben und der Liebe…

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Und so viel Trauer und Schwere wir, also mein Herzensmann und ich, erfahren haben dieses Jahr, so viel Liebe und Frieden erfahren wir nun auch. Es ist kaum in Worte zu fassen. Meine Mama und ich haben endlich wieder zu einander gefunden. Und es fühlt sich so unglaublich toll an. Das Jahr Pause zwischen uns hat uns beiden gut getan. Wir haben nun eine unglaublich tolle Basis. Wir wissen, was wir aneinander haben. Ich glaube wir haben uns beide sehr verändert. Sie hat ihre Mutterrolle wieder gefunden und ich meine Erwachsene Tochter Rolle. Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht in Worte fassen, was da passiert ist, ich weiß nur, dass es sich unglaublich gut anfühlt und ich meine Mami wieder habe. Und das mehr als je zuvor. Das Jahr Therapie in der Zwischenzeit hat mich unglaublich weit gebracht, ich bin ein ganzes Stück erwachsener geworden und habe soviel mehr Leichtigkeit und Frieden in meinen Gedanken und Gefühlen.

Und… ohman *kreisch* ich fasse es nicht. Mein Herzensmann hat mir tatsächlich einen Antrag gemacht. Und ich habe ohne zu zögern JA gesagt. Ja zu ihm, ja zu meiner Zukunft mit ihm, ja zu unserer Liebe und Ja zu meinem Glück. Ja also zu mir und dass ich es mir gönne, glücklich zu sein und mich sicher zu fühlen… So schwierig und traurig unser Jahr auch war-wir hatten es nicht immer leicht, doch wir haben immer einander fest gehalten und an uns geglaubt. Und das hat uns so sehr weiter zu einander gebracht, dass uns wohl so schnell nichts mehr umhauen kann. Es ist so friedlich und harmonisch, wir begegnen uns mit so viel Respekt und verständnis und Wärme…Ach, wie gerne möchte ich euch an diesem inneren Frieden und dieser erfüllten Liebe, die mein Herz erwärmt, teilhaben lassen. Ich bin durch und durch glücklich. Und das trotz kleiner „Psychoanfälle“ die noch ab und an vorkommen. Und ich glaube genau das ist der Punkt. Glücklich sein, trotz persönlicher Rückschläge. Oder Rückschläge einfach nicht als solche sehen. Sondern als Bestandteil des Lebens, welchen ich durchaus gewachsen bin und mich nicht daran hindern, mit meinem Herzen zu sehen und meine hart angearbeiteten positiven Gedanken zu stürzen. Okay, in dem Moment wo ich meinen „Borderline-Ticker“ habe fühlt es sich natürlich anders an (Betroffene wissen was ich meine) Aber hey, ich fange mich so enorm schnell und mein Herzensmann leistet seinen Beitrag, indem er einfach nur da ist und mir das Gefühl gibt, egal was jetzt passiert-es ist okay und ich bin genau so richtig wie ich bin. Und es passiert nichts. Und ich bin in Sicherheit und ich werde geliebt. Ich sage Euch, die Liebe ist die Antwort auf alles.
Und damit meine ich nicht unbedingt die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern die Liebe in allen Facetten, die bedingungslos ist und JA zu uns selbst sagt.

Ich habe diesen Weg bisher nicht allein durch meine Herzensmenschen und ihre Zuneigung bewältigt, sondern vorallem dadurch, weil ich gelernt habe JA zu mir selbst zu sagen und mir selbst Liebe entgegen zu bringen. Und wenn man das erst einmalgeschafft hat, DANN merkt man wie überwältigend die Liebe ist, die uns andere Menschen entgegen bringen.

Ich sende allen  positive Gedanken und Herzenswärme, die ich gerne teilen möchte und wünsche Euch kuschelige, besinnliche Weihnachtstage und ein gesundes, neues Jahr mit vielen glücklichen Momenten! ♡

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Du wunderbarer, dunkler, stiller Morgen. Und dein Geschenk der Zeit.

Es ist gleich 7.30 Uhr und es ist noch stock duster. Ich mag das ja gerne und dieses Jahr scheint meine Winterdepression Urlaub zu machen, weshalb ich die dunkle Jahreszeit bisher umso mehr genießen kann. Ich mag es außerdem früh aufzustehen. Nicht, dass ich es jeden Tag schaffe um sechs hoch zu kommen. Aber es hält sich gut die Waage. Und heute früh war ich wach und munter. Ich mag diese Stille, wenn das ganze (Mehrfamilien-)Haus noch zu schlafen scheint und kaum Autos draußen zu hören sind.
Ich finde es so gemütlich mich morgens mit meiner Decke auf das Sofa zu kuscheln und den Tag langsam und ruhig kommen zu lassen. So früh am Morgen ist in mir auch alles noch so friedlich. Es erinnert mich vielleicht an Kindheitstage. Adventszeit und Lichter und Stille und Frieden.
Wenn alle noch schlafen und es eine wunderbare Stille herrscht. Die Ruhe vor dem Sturm. Die Zeit der Besinnung, des Nachdenkens, des Spielens, des Kuschelig-machens, des Erwachens und zu sich kommens. Ich mag den dunklen, frühen Morgen. Und ich habe noch so viele Stunden vor mir um alles zu schaffen, was ich möchte. Und das Stressfrei. Denn es ist ja noch früh. Zeit. Zeit ist wohl eines der kostbarsten Güter, die wir haben können.
Mehr Zeit = weniger Stress = weniger Blockaden = mehr Motivation und Kreativität.