Die Sache mit der Hundegrippe und dem Doktor-Medizin-Misstrauen

Nach gestrigem Gehuste mit Glibberauswurf, triefender Nase und geschwollenen Lymphknoten war ich mir sicher: “ Scheisse! Mein Hund hat ihn jetzt auch – den gemeinen Zwingerhusten! Trotz Impfung! “ Also sind wir gestern Abend noch los zum Tierarzt gefahren. Tierärzte sind für mich echt eine Herausforderung. Hätte ich das Geld, würde ich nur zum Tierheilpraktiker fahren.

Ich habe (leider) noch keinen Tierarzt getroffen, bei dem ich ein richtig gutes Gefühl habe. Es fängt doch schon an mit dem Futterverkauf. Wer sich damit einmal streng auseinander gesetzt hat weiß, dass das meiste Futter mehr schädliche Zusatzstoffe enthält, als es gut für unsere Vierbeiner wäre.
Ich bin einfach der Meinung, dass ein Arzt, der mieses Futter verkauft, irgendwie Dreck am stecken hat.
Mieses Futter =  Auf Dauer Erkrankungen = mehr Tierarztbesuche = Mehr Medikamentenverkauf = mehr Umsatz für den Tierarzt und die Pharmaindustrie.

Mir war durchaus bewusst, dass uns sicherlich mehr Medis verkauft werden, als wir in Wirklichkeit brauchen. Und ich war verdammt froh, dass der guten Dame die Spritzenampullen ausgegangen sind und wir darauf verzichten durften. Aber da sieht man mal wie Lebensnotwenig so eine Immunsystem-Aufputsch-Spritze ist. Nämlich gar nicht. Sonst hätte sie uns wohl woanders hingeschickt oder neue angeordert und uns wieder kommen lassen.

Für uns gabs also was Homöopathisches um den Husten zu lockern (damit kann ich leben) und, wie solls auch anders sein, ein fettes Antibiotikum.
Und da fangen bei mir wieder alle Alarmglocken an zu leuten. Ja, er hat Husten und Schnupfen. Ja, seine Lymphknoten sind geschwollen und er war gestern ein wenig matt. Aber wenn ich krank bin, sind meine Lymphknoten auch geschwollen und ich bin schlapp und habe Husten und Schnupfen. Er hatte kein Fieber und seine Bronchien waren auch frei. Er hatte ganz normalen Appetit und draußen konnte ich ihn kaum vom Toben abhalten. Ist also dieses Antibiotikum wirklich notwendig? Schadet es nicht mehr, als es hilft? Der Zwingerhustenerreger an sich ist eh ein Virus, dagegen muss der Körper allein ankämpfen. Wenn man nun also alles an Bakterien im Körper platt macht, die Fiesen im Rachenraum, aber auch die Guten, also quasi das Immunsystem auf Null runter fährt, hat der Körper dann nicht umso mehr damit zu kämpfen, den (oder das?) Virus wieder los zu werden? Ich bin so verunsichert. Ich traue den Tierärzten nicht. Und dieser Pharmalobby auch nicht. Weder bei Tier, noch bei Mensch!

Ich will nicht dass auf Kosten der Gesundheit meines Hundes Geld gemacht wird. Dass er vollgepumpt wird mit Chemikalien, obwohl es Heilpflanzenpräparate genauso getan hätten und viel schonender. Nunja. Bisher hat er in seinen fast sieben Jahren, die er auf der Welt ist, noch nie ein Antibiotikum bekommen, also lasse ich es mit einem heulenden Auge über mich ergehen und hoffe, dass seine Magen-Darm-Flora soweit gut in Takt bleibt, trotz Antibiotikum. Ich bin halt kein Fachmann und vielleicht bin ich ja auch zu paranoid? Und vielleicht verhindert das Teufelszeug ja auch eine Verschlimmerung… Aber so ein vom Grundding her gesunder Körper steckt einiges weg und rüstet sein Immunsystem doch auf durch Krankheitsverläufe…

Zum Thema „Zwingerhusten-Impfung“ habe ich gestern auch zwei klasse Theorien gehört. Der Tierarzt meiner Bekannten meinte die Impfung würde rein gar nichts bringen, da nur gegen zwei Haupterreger geimpft wird und es meistens andere Erreger sind, die sich einschleichen. Die Tierärztin bei der wir gestern waren meinte, die Impfung bietet nur einen Teilschutz, da es meistens Mischerreger sind und so bricht die Krankheit nicht so schlimm aus. Würde erklären dass es meinem Kuschelmonster nicht so mies geht wie anderen betroffenen, ungeimpften Hunden. UND WOZU DANN DAS ANTIBIOTIKUM?
Wenn mir das alles bei meinem Hund schon Kopfweh bereitet, wie wird das nur wenn ich einmal Kinder habe 🙈 ich bin halt einfach jemand, der nicht alles schluckt was man ihm vorkaut und hinterfrage alles.

Heute geht’s Puschelchen viel besser. Ich habe ihn noch nicht einmal husten hören und er wirkt auch nicht mehr so matt. Nur seine Lymphknoten sehen noch nicht gut aus. Ich gebe ihm viel Kamillentee zu trinken um die Entzündungen im Rachenraum zu spülen und später gibt’s einen Topf Hühnersuppe.
Bzw. Zwei. Einen für ihn und einen für mich. Ich hab nämlich jetzt auch die Schnorchelseuche. Das nennt man wohl Solidaritäts-krank-sein. 😉

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Kathi

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