Meine Gedanken zu den Ereignissen in Paris

Es ist furchtbar. Es ist so furchtbar, dass es mit keinen Worten zu beschreiben ist. Aber das, was in Paris passiert ist, was hier in Europa die Menschen fassungslos sein lässt, ist in anderen Regionen dieser Welt brutaler Alltag. Und das sollte den Menschen bewusst werden. Das sollte den Leuten bewusst werden, die Tag täglich gegen die Menschen hetzen, die bei uns zuflucht suchen. Die ihre Familien in Sicherheit wissen wollen. WEGEN dieser brutalen, nicht in Worte zu fassenden Grausamkeit. Wir ALLE sind Menschen, wir alle haben ein Recht auf Liebe, Sicherheit und Zuflucht.

Ein Arschloch ist ein Arschloch, egal woher dieses Arschloch kommt, welche Hautfarbe es hat und welcher Religion es angehört. Punkt.
Diese Arschlöcher gibt es hier bei uns und überall anders auf der Welt. Ob diese Arschlöcher nun in Syrien Angst und Schrecken verbreiten, in Afrika morden und unterdrücken und sich dabei hinter dem Christentum verstecken, Paris zersprengen oder eine deutsche Bürgermeisterin fast ermorden, weil sie sich für Flüchtlinge einsetzt.

Sollten die Ereignisse in Paris nicht dazu aufrufen mehr Empathie und Nächstenliebe zu entwickeln? Statt dessen wird nun wieder gehetzt. Gegen die Flüchtlinge, gegen den Islam und gegen jeden, der eine andere Ansicht hat.

Mir macht die Lenkbarkeit der Menschen Angst. Mir macht die Wut Angst. Der Hass. Und die nichtvorhandene Nächstenliebe. Diese Kaltschnäuzigkeit. Diese Galle die überall versprüht wird. DAS ist das was mir Angst macht. Und nicht eine sogenannte „Islamisierung“ oder der Gedanke, mir könnte ja jemand etwas weg nehmen.

Was ich hier in Deutschland beobachte ist anstrengend und unschön. Die Leute sind in schwarz und weiss, in pro und contra gespalten. Entweder Du bist dafür oder dagegen. Eine gesunde Grauzone, eine objektive Sicht der Dinge scheint immer mehr unterzugehen. Warum?
Die Medien tragen einen riesen großen Beitrag dazu bei. Ganz klar. Und die Leute fressen und schlucken. Lassen sich verängstigen und dadurch lenkbar machen. Wie eine Herde Schafe.

Kein Mensch hat das Recht sich über einen anderen zu stellen! Ob das nun ein extremistischer Islamist, ein glatzköpfiger Neonazi, ein vermummter linker Steinewerfer, ein Politiker oder sonst etwas ist. Leben und leben lassen. Einander achten und Respektieren, so wie wir es eigentlich schon im Kindergarten gelernt haben sollten.

Es ist nicht der Glaube, der dazu aufruft, Kriege zu führen. Es sind die Menschen, die den Glauben missbrauchen, um Kriege zu führen.

Die wenigsten Katholiken würden ihr Kind bis zum Hungertot exorzieren lassen, genauso wenig wie jeder Moslem ein Terrorist ist, genauso wenig wie jeder Atheist verloren ist und nur in Sünde lebt!

Mensch ist Mensch. Es schlägt ein Herz, es werden Liebe und Trauer empfunden und das Essen mit Wasser gekocht. Aber es liegt an jedem Menschen selbst, wie er auf die Welt und auf seinen Nächsten schaut.

Hass erzeugt Hass. Gewalt erzeugt Gewalt. Liebe erzeugt Liebe.

Ich zünde eine Kerze für die Opfer und deren Hinterbliebenen des Terrors in Frankreich, Deutschland, Syrien, Afrika und überall anders auf der Welt.
Und eine für die Liebe.

Kathi

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6 Gedanken zu “Meine Gedanken zu den Ereignissen in Paris

  1. Deine Worte sprechen mir so dermaßen aus der Seele!
    Es ist schrecklich was passiert ist -ohne Frage. Es ist quasi vor unserer Haustür passiert, deshalb sind wir alle so erschüttert. Es ist kein Namenloser Ort am A der Welt. Das ist Wasser auf die Mühlen der Ignoranten und Engstirnigen und Furchtsamen….von denen wir leider mehr als genug hier haben.
    Die Flüchtlinge sind nicht das Problem…und Terroristen könnten genauso OHNE die Flüchtlingswelle einreisen! Diese Dinge in Zusammenhang zu bringen ist viel zu einfach gedacht…
    Auch meine Gedanken sind bei den Betroffenen – überall auf der Welt wo Angst und Tod an der Tagesordnung sind.

    Ich werde es dir gleich tun und eine Kerze für die Liebe und das Leben anzünden

    LG,
    Mila

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    • Du bringst es auf den Punkt! Genauso sehe ich das auch und diese Ignoranz, Engstirnigkeit und Furchtsamkeit vieler Menschen ist das, was mich zur Zeit am meisten beunruhigt. Denn diese machen lenkbar. Und bei vielen entwickelt sich eine blinde Wut, die sich ihren Weg sucht und gegen alles prallt, was sich gerade so anbietet. Es darf nicht sein, dass sich der Hass und die Verurteilung immer mehr verbreiten. Wenn wir eines gelernt haben sollten aus der (Kriegs-) Geschichte der Menschheit, dann dass das definitiv der falsche Weg ist und zu unsagbarem Leid führt.
      Ich wünsche mir, dass sich die Menschen an die Hand nehmen und gemeinsam wieder anfangen mit dem Herzen zu sehen. Nicht durch einen Schleier aus Furcht und Wut. Ich bin froh deine Gedanken dazu gelesen zu haben!

      Alles Liebe, Kathi

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  2. ich danke dir für deinen lieben Kommentar! ❤
    Ich finde deinen Text hier auch sehr gelungen. Du hast so recht mit dem was du sagst. Ich habe schon das Gefühl, dass die Tendenz da ist, dass die Ereignisse uns näher zusammen rücken lassen. Naja bis auf Ausnahmen halt. Wie du schon schreibst, gibt es leider genug Leute, die jetzt erst recht wütend auf die Flüchtlinge sind und sie nicht haben wollen.
    Gut finde ich auch den Punkt, dass du schreibst, es ist keine Zwischenmeinung möglich. In Deutschland geht im Moment scheinbar wirklich nur schwarz oder weiß. Wenn man einen klitzekleinen Zweifel an der Flüchtlingszuwanderung äußert ist man Nazi. Und wenn man keinen Zweifel äußert, ist man Verantwortungslos. Warum darf man denn nicht irgendwas dazwischen sein? Vielleicht jemand, der es grundsätzlich befürwortet, dass Flüchtlinge nach Deutschland kommen, aber sich trotzdem auch Gedanken macht, wie sie integriert werden sollen, etc.
    Liebe Grüße
    Lea
    LICHTREFLEXE
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    • Hallo Lea,

      Du bringst das alles nochmal sehr schön auf den Punkt und ich schließe mich dem voll an.
      Mich beruhigt es ungemein, mich mit Menschen auszutauschen, die ebenfalls versuchen, alles im Ganzen zu sehen und in die Welt hinaus schauen, statt nur bis zur nächsten Zeitungsschlagzeile oder den Nachbarn, dessen Meinug man sich entweder anschließt oder ihn bis auf weiteres für seine Meinung verurteilt. Deswegen danke für dein Feedback, deine Worte und deine Gedanken!:)

      Alles Liebe Dir!
      Kathi

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